JARDINS D'AMIS - SILHOUETTES

...An der Bildserie der Jardins d’amis, die mittlerweile über 150 Portraits umfasst, arbeitet Caroline Bittermann seit 2006. Auf Grundlage ihrer langjährigen intensiven Auseinandersetzung mit Landschaft und Natur als kulturellen Kategorien und insbesondere mit dem Garten als metaphorischem Ort entspinnt Caroline Bittermann hier ein facettenreiches Geflecht, in dem Themen und Bilder vielfach rekombinierbar sind. Bei den Dargestellten handelt es sich sowohl um Freunde, Familie und Künstlerkollegen als auch um Menschen, die die Künstlerin zwar nicht persönlich kennt, die aber zum Beispiel auf Grund ihrer künstlerischen oder wissenschaftlichen Arbeit eine wichtige Bedeutung für sie haben. So ist die Versammlung all dieser Portraits ein Abbild gelebter und empfundener Geistesverwandtschaften, in dem beispielsweise auch die Profile Marcel Broodthaers’, Charles Darwins, Hannah Arendts oder Maria Sibyllla Merians ihren Platz finden. Caroline Bittermann entwickelt  die Portrait-Serie in inneren und äußeren Dialogen. Letztere sind Dialoge, die tatsächlich zwischen ihr und den Dargestellten stattgefunden haben und auf deren Grundlage sie Bildmaterial am Rechner anordnet. Diese Bild-Komposite überträgt sie anschließend in Malerei innerhalb der Profile. Innere Dialoge wiederum stellen den Ausgangspunkt für Bilder von ihr persönlich nicht bekannten beziehungsweise bereits verstorbenen Personen dar, können aber zum Teil auch Portraits von Freunden oder Bekannten bestimmen...


Aus dem Text "Die Ordnung der Freundschaft" von Christine Heidemann für "Jardins d'amis : Randonnées"